indie Fresse Party im Subway

Wer sich bei dem lausigen Wetter draußen einen heißen Festivalsommer, Dosenbier und Lagerfeuerromantik herbeisehnt, muss sich laut Wetterfrosch wohl noch ein wenig gedulden. Abhilfe schafft hier zumindest der richtige Soundtrack. Ein bisschen MGMT, Weezer oder die Strokes und schon fühlt man sich an die geliebte Freiluftsaison erinnert. Wo man das heutzutage in Köln noch bekommt? Gut einmal im Monat im Subway, bei der legendären indie Fresse Party


Jeden ersten Samstag werden hier alte Schinken zum Schwelgen und neue Tracks zum Verlieben ausgepackt. Die Kooks, Franz Ferdinand und Biffy Clyro geben sich die Klinke in die Hand - nicht nur eingefleischte Indiefans kommen hier auf ihre Kosten. Keine nervigen Charts, kein unnötiger Schnickschnack, und was man trägt, ist sowieso herzlich egal. Wie auf dem Festival eben.



Seit das Kölner Indie-Urgestein, der Rose Club, seine Türen vor einigen Monaten zum letzten Mal öffnete, gibt es wenig Anlaufstellen mit ähnlichem musikalischen Programm. Umso besser, dass die indie Fresse Party bereits seit sieben Jahren ihre Stellung in der Kölner Clublandschaft hält und stets Originalität bewahrt hat.


Ein kühles Bier, handgemachte Gitarrenmusik, und eine wild tanzende Meute. Mehr braucht es eigentlich nicht für einen gelungenen Samstagabend. Ist der Lieblingstrack aus der Schulzeit noch nicht augetaucht, nimmt das DJ-Team gerne Wünsche entgegen (falls es euch schon in den Fingern juckt - Mr. Brightside steht sowieso auf dem Plan).


Hat man noch nicht genug von nerdigem Gitarrengeschrammel und geblümten Hemden, kann man im Subway auch die eigenen Retro-Gaming-Skills auspacken und sich an einer uralt-Konsole im Autorennen mit seinen Mitstreitern messen.


Die nächste indie Fresse Party findet am 2. Juli statt.
Wer Lust hat, kann auch mal bei Kulturika, den Veranstaltern des kultigen Events vorbeischauen: Die haben nämlich auch Electroswing, Retro Clash (80er bis 2000er Meisterwerke) und Irish Pogo im Angebot.



Auf Kölner Radwegen

Der Sommer kommt, und spätestens jetzt sollte jeder sein Fahrrad mal wieder aus dem Keller holen.

Ich selbst muss zugeben, dass ich mich mit meinem Rad noch nicht allzu weit aus dem Zetrum Kölns entfernt habe. Gestern war es deshalb endlich an der Zeit den vielen Grünflächen rund um die Domstadt einen ausgiebigen Besuch abzustatten.

Los geht es den Rhein entlang, flussaufwärts. Hat man erstmal Heumarkt und Dom hinter sich gelassen, befindet man sich auf endlosen Radwegen, die sich entlang des Flusses herabschlängeln.

Unseren ersten Halt machen wir in Rodenkirchen. Im winzigen Hafen lagert die "Alte Liebe", ein schwimmendes Restaurant und Café mit einer grandiosen Außenterrasse. Unter uns strömt das Wasser des Rheins entlang; wir haben das Gefühl, als seien wir auf hoher See.





Es geht weiter und bald radeln wir vorbei an kleinen Strandbuchten, an denen es sich schon die ersten Mutigen gemütlich gemacht haben und zumindest die Füße ins Wasser tauchen. Man gelangt schnell in ein großes Waldgebiet; auf der rechten Seite urtümliche Campingplätze und Kanusportvereine und ganz viel Natur, links stets das Wasser.


Nach ungefähr 20 Kilometern erreichen wir die kleinen Fähre, die uns von dem winzigen Ort Weiss aufs gegenüberliegende Flussufer nach Zündorf bringen soll.



Der schweigsame Kapitän des wackligen Bootes schippert in ordentlicher Geschwindigkeit über den Rhein, dessen starke Strömung dem kleinen Boot nichts auszumachen scheint.


Für zwei Euro Fahrtkosten bekommt man nicht nur eine Übersetzung aufs andere Rheinufer, sondern zusätzlich einen Wahnsinnsblick über die verwunschenen Wälder, die den Rhein entlang führen. Ein paar Spritzer Wasser ins Gesicht natürlich inklusive.



Nun geht es zurück stadteinwärts. Über Porz und Poll gelangen wird so zu den samstäglich gut gefüllten Poller Wiesen, auf denen sich bereits einige Fußballfans tummeln. Wir drosseln das Tempo um (verbotenerweise) entlang des Rheinboulevards zu fahren und schieben uns durch die Massen Sonnenhungriger im Jugendpark. Zurück auf die richtige Rheinseite gehts über die Zoobrücke, die immer einen ganz besonders tollen Blick über die Stadt bietet.


Da darf der anschließende Belohnungswein natürlich nicht fehlen...

DOK.fest München

Schon länger habe ich nichts mehr von mir hören lassen, das hatte jedoch einen guten Grund:
Viel zu tun auf der Arbeit (ja, momentan kein lockeres Studentenleben) und zudem stand der Besuch eines Filmfestivals an.


Anlässlich des DOK.fest München ging es für mich über Christi Himmelfahrt ganz weit in den Süden. Nach einer Nacht im Megabus, die wenig Schlaf, dafür stocksteifes Sitzen und verschiedenste Essensgerüche, die nicht in Fahrzeuge gehören, mit sich brachte, schnupperte ich zum ersten Mal Münch'ner Luft.

Das DOK.fest findet jedes Jahr in München statt und ist eine 1A-Möglichkeit die junge Dokumentarfilm-Szene kennenzulernen. In- und Auslandsproduktionen feiern in den zahlreichen, absolut sehenswerten Programmkinos Münchens jedes Jahr ihre Premieren. Im Anschluss an die Vorführung findet oft ein Gespräch mit Regisseuren, teilweise dem gesamten Filmteam statt, wo Fragen und produktive Kritik zu sehr interessanten Diskussionen führen.



Zwischen Besuchen von Filmpremieren und Meetings, hatte ich glücklicherweise genügend Zeit, mich zwischen Viktualienmarkt und Englischem Garten ein wenig genauer umzusehen. Mit persönlichem Guide (danke Vera!) ging es vom Marienplatz zur Universität, bis irgendwann die Touri To-Do-Liste abgehakt war. Ein kurzer Blick ins Hofbräuhaus reichte uns fürs Protokoll; wir genossen unsere Mass lieber am Chinesischen Turm und hörten der alteingesessenen Blaskapelle zu.


Hochsommerliche Temperaturen trieben uns schließlich zur Isar und sorgten für einen Hauch lang ersehnter Bräune. Trotz anfänglicher Skepsis und festsitzender Vorurteile bin ich begeistert von Bayerns Landeshauptstadt. Ein wunderschönes Stadtbild, tolle Shoppingmöglichkeiten (besonders Schwabing hat es mir angetan) und eine unglaubliche Ruhe und Gelassenheit, von der sich Köln noch eine Scheibe abeschneiden könnte.


Lediglich die Biergrößen schaffen mich jedes Mal wieder aufs Neue. Da bleibe ich doch lieber bei der Kölschen mini Version...

Wer Interesse am DOK.fest hat, hier entlang!

Mataim

Und noch ein kurzer kulinarischer Tipp für den kleinen Hunger zwischendurch:

Seit kurzem gibt es in Nippes Zuwachs auf Falafel-Ebene. Das Mataim besticht jedoch nicht durch den gewohnten Imbissbudencharakter, sondern durch ein rustikal-hippes Fabrikdesign sowie eine kleine, ausgewählte Speisekarte, die ohne die fragwürdige Mischung von Pizza, Burger und Pasta auskommt.



Angeboten werden Falafel- oder Schwawarmateller, alle mindestens vegetarisch, viele vegan. Dazu eine Auswahl an verschiedenen Snacks wie meine heißgeliebten Süßkartoffelpommes, Tabbouleh-Salat, Quinoa in unterschiedlicher Zubereitung, Babaganoush oder Halloumi-Sticks.

Alles kostet ein paar Mark mehr als beim Falafelmann von Nebenan, jedoch spürt man Frische und gute Zutaten gleich beim ersten Biss. Alles wird augenscheinlich mit viel Liebe zum Detail zubereitet und vom netten Servicepersonal mit einem Lächeln serviert.

Ein weiterer Pluspunkt: Es geht super schnell; Somit ist das Mataim auch die perfekte Anlaufstelle für die kurze Mittagspause.

Den kleinen Laden findet ihr an der Neusser Straße 339 in Nippes.

KLINCKE

Die Ostertage nähern sich dem Ende und es ist endlich wieder Zeit für ein wenig Kultur.
Heute will ich Euch deshalb ein junges Kölner Kunstkollektiv vorstellen, welches kommenden Donnerstag die erste Veranstaltung präsentiert.



KLINCKE besteht aus sieben jungen Menschen, auf verschiedenen Ebenen mit Kunst und Kultur verbunden, die alle ein Anliegen teilen: Die alt-eingessene Kunstszene ein wenig aufzumischen.

Durch Diskussionsabende, Ausstellungen oder Performances soll in verschiedenen Kölner Locations die Möglichkeit des künstlerischen Diskurses geschaffen werden, um gerade jungen Generationen eine künstlerische Plattform zu bieten.

Veranstaltung Nummer 1 findet diesen Donnerstag, den 31. März, im Kunst Zeit Raum in Nippes (Neusser Str. 321) statt.

Der Abend steht unter dem Leitthema "Urpunkt", im Fokus ein Kurzfilm von Phila Demi. Im Essayfilm VOM HEIM & VOM SEIN geht es um die Frage nach Heimat, der sich die Künstlerin in dokumentarischer Weise nähert. Die Zeichnungen der Künstlerin, beschäftigen sich ebenso mit dem Thema des Anfangs, des Ur-Punktes, dem sie sich auf eine konstruktivistische, Calder-artige Weise nähert. Den Stift setzt sie hier niemals ab, sondern setzt nur einmalig am Ur-Punkt an, bis die Zeichnung vollbracht ist.

Dazu gibt es Vibraphonklänge von Sebastian Gokus,  eine Performance von Hanna Noh, ausgesuchte Köstlichkeiten und nicht zuletzt einen interessanten Austausch über junge Kunst.
Alle Künstler sind Kölner Studierende: Gokus studiert Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Tanz; Noh und Demi studieren beide an der Kunsthochschule für Medien in Köln.



Beginn ist um 19 Uhr, weitere Informationen findet ihr bei Facebook und auf Tumblr.

485° Pizza

Nachdem ich gefühlte 485 Mal an der Pizzeria vorbeigelaufen bin und mittlerweile schon bei Instagram stetig auf die neuesten Pizzakreationen aufmerksam gemacht werde, habe ich es nun endlich geschafft 485° selbst einen Besuch abzustatten.

Seit Herbst 2014 schon kann man hier original-neapoletanische Pizza genießen, die dem Namen entsprechend nur für 60 Sekunden, dafür unter großer Hitze im Ofen gebacken wird. Diese etwas andere Pizzabude, wie die Inhaber das Lokal fast schon bescheiden bezeichnen, verzichtet zudem auf jegliche Geschmacksverstärker und legt den Fokus klar auf qualitativ-hochwertige Zutaten aus den besten Regionen.



Mittags um 1, zu einer geradezu unmenschlichen Zeit um sich den Bauch vollzuschlagen, treffen wir uns in dem kleinen Lokal an der Kyffhäuser Straße mit hippem Imbissbudencharakter. Und werden direkt vom überaus freundlichen Personal empfangen und mit Speise- sowie unfassbar großer Weinkarte ausgestattet. Aus oben genannten zeitlichen Gründen entscheiden wir uns gegen die Alkoholika (wird sicherlich nachgeholt) und für die üblichen Öko-Softdrinks.

Wir bestellen eine vegane "Green Lantern" mit Artischocken, Spinat, Avocado und einer Petersilien-Koriander-Creme sowie das kulinarische Gegenteil namens "Parma Power", welches Fleischliebhaber durch 24 Monate gereiften Parmaschinken und verschiedene Käsesorten besticht.

Nach kurzer Wartezeit, die man in dem kleinen, aber gemütlichen Raum mit Platz für ein gutes Dutzend hungrige Kunden, gut überbrücken kann, stehen unsere dampfenden Meisterwerke auf dem Tisch. 


Und auch der Geschmackstest überzeugt: Man schmeckt deutlich Frische und Qualität sowie die Tatsache, dass sich hier jemand wirklich Gedanken um Zutaten und Komposition der Pizzen gemacht hat. Gerade die vegane Variante, die es nunmal nicht in jeder Pizzabude gibt, ist einen Versuch wert. 
Bei so viel grünen Zutaten, fühlt sich die Pizza fast nicht mehr wie eine Sünde an...

Abgesehen von der Location im Kwartier Latäng findet ihr 485° übrigens auch in der Südstadt auf der Bonner Straße. 


Bunte Burger

Wenn wir schon mal bei veganem Essen sind (entschuldigt den Überschuss an Themen dieser Sorte), möchte ich euch einen der neuesten Zugänge aus dem Bereich der Burger Restaurants vorstellen.


Vielen wahrscheinlich schon durch diverse Street Food Festivals bekannt, ist Bunte Burger kein komplett unbeschriebenes Blatt auf der kulinarischen Karte Kölns. Die Food Trucks mit den gänzlich veganen Köstlichkeiten reisen bereits seit einiger Zeit durch den Kölner Raum, seit Ende 2015 haben die Gründer sich jedoch zusätzlich auf einen festen Standort, direkt an der Venloer Straße eingelassen.


An der Ecke Hospeltstraße befindet sich das helle, modern eingerichtete Lokal und bietet im Sommer auch draußen einige schöne Sitzmöglichkeiten. Im Vergleich zu anderen Burger Läden sieht es bei Bunte Burger eher klassisch aus. Alles in weiß, schicke Holzmöbel und eine offene Küche machen einen nüchternen, aber sehr eleganten Eindruck. Hier liegt der Fokus klar auf den wirklich bunten Speisen, die 1a auf den großen Tellern drapiert werden.


Wir bestellen den Desperado TexMex Burger, den American Club Style Burger und eine Portion Wedges.


Das Essen ist super schnell da und sieht toll aus. Frische Zutaten besagt ja schon die Speisekarte, zudem vorwiegend aus der Region und genau diese Frische bekommen wir auch. Dazu ist natürlich alles aus ökologischem Anbau, alles bio, keine Zusatzstoffe. Für diese Qualität zahlt man hier aber auch seinen Preis: Jeder Burger kostet knappe zehn Euro, die Beilagen sind extra zu buchen und kosten um die fünf Euro.




Schmecken tuts super, einzig die Portionengröße ist relativ überschaubar. Wer also mit großem Hunger vorbeischaut, sollte sich unbedingt eine Beilage dazubestellen.


Trotzdem das Fazit: Bunte Burger lohnt sich, denn gerade in der heutigen Discountergesellschaft, sollte für Essen durchaus ein bisschen mehr Geld eingeräumt werden.

Divine Bar

Im Agnesviertel gibt so einiges zu entdecken. In den vielen kleinen Seitenstraßen verstecken sich unheimlich viele Restaurants, Cafés, Kneipen und winzige Lädchen, die man eigentlich nur durch Zufall entdecken kann.

Etwas auffälliger sind da die Lokalitäten, die sich an der Hauptschlagader des Viertels, der Neusser Straße, aneinanderreihen. Die "divinebar" liegt an einem besonders günstigen Spot, nahe der Agneskirche, an einer belebten Kreuzung.

Da ich im Sommer schon öfter für ein Gläschen Wein vorbeigeschaut, jedoch nie so wirklich das Innere des Ladens gesehen habe, widme ich diesen Post erneut dem "Weinhandel und Weinbar" im Veedel.



Die Bar ist sehr stilvoll eingerichtet; zierlich-schlichte dunkle Möbel und nur sehr reduzierte Deko lassen eine gepflegte und trotzdem heimelige Atmospähre aufkommen. Besonders abends ist es ausgesprochen gemütlich hier. Ob für das Candle-Light-Weinchen zu zweit oder die fröhliche Frauenrunde: Die divinebar bietet sich für jeden Anlass an.


Zudem hat man einen wunderbaren Blick auf die beleuchtete Agneskirche und das nächtliche Treiben der Neusser Straße. Im Sommer dann sogar von der Straße selbst aus, wo man die Füße nach Feierabend in die Abendsonne strecken kann.


Die Weinauswahl ist einem Weinlokal standesgemäß ausgereift. Ausgesuchte Weingüter, die stetig wechseln, sowie eine gute Beratung über Herkunft und Lage gehören hier zum Prinzip, sodass jeder einen passenden Tropfen finden sollte. Unbedingt probieren sollte man jedoch auch das Nachmittagsangebot an Kuchen und frisch geröstetem Kaffee.



Fest steht: Die divinebar schafft den Spagat zwischen gemütlicher Stammkneipe und edler Bar, was gerade in Köln oft noch Seltenheitswert besitzt.


Signor Verde

Es geht weiter mit den kulinarischen Köstlichkeiten - diesmal ganz ohne Fleisch und jegliche tierischen Produkte.
In "Kölns ältester veganer Gastronomie", genauer gesagt bei Signor Verde, gibt es allerhand vegane Köstlichkeiten sowie grandiosen milchfreien Kaffee.
Seit 2009 wird hier ausschließlich vegan serviert; ein Konzept, das aufgeht.


Das Interieur ist genauso wild zusammengemischt, wie die Speisekarte und unterstreicht den sehr familiären Charakter. Secondhand-Charme trifft auf kuschelige Nischen, in denen man wunderbar kalte Winternachmittage verbringen kann.


Auf der Speisekarte des verwinkelten Restaurants stehen Burger, Suppen, Salate, Baguettes und immer wechselnde Tagesgerichte. Ganz besonders beliebt ist der "Dönerstag", den auch wir uns für einen Besuch auserkoren hatten.


Hier kommt der vegane Feinschmecker ganz auf seine Kosten: Zum DönerVleisch gibt es Couscoussalat, Wedges, Hummus, Salat und natürlich einen milchfreien Dip.


Die Süßkartoffelsuppe haben wir Gott sei Dank weggelassen, denn die war zwar sehr verlockend, hätte aber bei Weitem nicht mehr reingepasst. Dafür gibt es immer ein nächstes Mal, an dem ich sicher auch die überregional bekannte Snickerstorte probieren werde.


Aber lasst euch doch mal selbst von den Tagesgerichten inspirieren und stattet der grünen Gastronomie mit unheimlich nettem Service einen Besuch ab!


Signor Verde auf Facebook und Wordpress.

San Remo

Was ist bei den momentan herrschenden frühlingshaften Temperaturen schöner, als eine heiße Pizza, die an lange Sommernächte in Italien erinnert?


Vielleicht ist genau dieses Gefühl auch der Grund, weshalb sich die Restaurant- und Caféposts gerade so häufen. Die Sehnsucht nach gutem Essen und einem starken Kaffee ist ja bekanntlich dann am größten, wenn der ersehnte Urlaub noch in weiter Zukunft liegt...

Letzte Woche hab ich euch ja bereits das Manifattura vorgestellt, heute ist eine Pizzeria der anderen Art an der Reihe.
Im San Remo, dem alteingesessenen italienischen Lokal in der Weidengasse am Hansaring, wird Pizza mit dickem Boden und knusprigen Rand serviert. Das Lokal, welches seit über 40 Jahren zum Eigelstein gehört wie kaum ein anderes, ist stets gut besucht und definitiv eher eine Anlaufstelle für Ortsansässige als für Touristen.


 Von außen erstrahlt der San Remo Schriftzug bereits in typischen 50er Jahre Neonfarben; ein Stil, der auch innen weiterhin präsent bleibt. So ist die Pizzeria aufgeteilt in einen unteren Barbereich sowie eine erste Etage, die durch eine Galerie nach oben hin geöffnet ist. Die Deko im Lokal ist so wild zusammengewürfelt, dass man die ganze Zeit etwas zu entdecken hat. Eine FC-Flagge hängt neben der Italiens und eine Reihe von lokalen oder internationalen Prominenten zieren die weißen Wände.



Man sollte jedoch immer reservieren, bevor man dem Inhabeer Michelangelo einen Besuch abstattet: Auch unter der Woche ist es hier immer voll, und das gleich nach Öffnung um 18 Uhr. Hat man jedoch ein lauschiges Pläzchen ergattert, kann man sich über ausgezeichnete, typisch italienische Küche freuen.



Wir haben uns für eine Calzone und eine selbst zusammengestellte Gemüsepizza entschieden, die nach kurzer Wartezeit auf unseren Tellern dampfte. Ein Glas kühler Pinot Grigio komplettiert darüber hinaus überaus gut das südländische Ensemble.


Ganz besonders ansprechend sind im San Remo übrigens auch die Preise: Für das echt-italienische Menu zahlt man oft nur knapp über zehn Euro. Die unfassbar sättigenden Pizzen bekommt man alle für weniger als 8 Euro, und auch bei der Weinauswahl ist man mit "ein Paar Mark" dabei.
Hier gehts zur Facebookseite des San Remo.