Café Wohnraum

Lange habe ich nichts mehr über eines meiner Lieblings-Veedel Nippes gepostet, dabei tut sich dort gerade gastrotechnisch unheimlich viel. Das soll sich nun schnell ändern, deshalb stelle ich euch heute eine altbekannte Nippeser Institution vor.

Das Café Wohnraum liegt direkt an der Neusser Straße, dem Herzstück von Nippes, und ist somit durch jegliches Fortbewegungsmittel (U-Bahn Florastraße) optimal zu erreichen. Das Café existiert hier schon seit Jahren, jedoch hat vor Kurzem der Besitzer gewechselt und damit auch ein guter Teil der Speisekarte. Wo früher eher rustikal und altbewährt herrschte, findet sich nun im Menü eine große Auswahl an einfachen, aber auch sehr "hippen" Gerichten, Drinks und Kleinigkeiten. Wechselnde Tagesgerichte, Suppen, Quiche und ganz viel Kuchen stehen hier täglich frisch auf der Theke.




Wir kehren heute für ein verspätetes Frühstück ein und fühlen uns in dem kleinen Lokal mit den Backsteinwänden und verspielten Möbeln direkt gut aufgehoben. Die kleinen Tische stehen dicht an dicht; mit einer großen Gruppe sollte man hier besser nicht unangemeldet vorbeischneien.
Zu zweit finden wir jedoch sofort einen Platz am Fenster und bestellen zum Aufwärmen einen Matcha Latte (Sojamilch, versteht sich) und einen frisch aufgebrühten Ingwertee. Beides ist hier übrigens sehr zu empfehlen, gerade am Ingwer wird hier wirklich nicht gespart. Kurz darauf steht auch unser Frühstück auf dem Tisch: Für mich gibt es eine herzhafte Frühstücksvariante; ein Brot mit veganem Aufstrich, Tomaten und Unmengen an Rucola, während mein Gegenüber sich für Kuchen zum Frühstück entscheidet. Das Bananenbrot wird mit Yoghurt und frischen Beeren serviert, top!


Am Ende sind wir sehr zufrieden: Die Portionen sind gut abgemessen, alles ist mit Liebe angerichtet und Salat wie Obst sind frisch. Vegetarier werden im Café Wohnraum auf jeden Fall fündig, vegane Optionen sind etwas rarer gesäht, aber auch vorhanden (wenn ich mich recht erinnere, waren drei der Stullen vegan belegt). Auch gibt es ab und zu explizit vegane Tagesgerichte, die ihr auf Facebook auschecken könnt.

Falls ihr am Wochenende zum Frühstück vorbeischauen solltet, reserviert besser vorher einen Tisch, denn hier kann es gerade morgens richtig voll werden. Übrigens stellt im Moment auch eine einheimische Künstlerin ihre Werke im Café aus, der Besuch lohnt sich!

Rich 'n' Greens

Bin ich in der Innenstadt unterwegs, suche ich oft vergeblich nach gutem, gesundem und bezahlbarem Essen.
Und wenn es dann auch noch schnell gehen soll, verzweifle ich regelmäßig und ende dann doch mit einem mittelmäßigen Salat vor dem Schreibtisch.

Die Lösung befindet sich direkt am Appelhofplatz, in der kleinen Seitenstraße Auf dem Berlich.
Das Rich 'n' Greens hat es sich seit April 2016 auf die Fahne geschrieben, genau das zu bieten: Schnell zubereitete Gerichte, qualitativ hochwertige Zutaten und regionale Naturprodukte. Dass das Ganze dann auch noch vorzüglich schmeckt, braucht hier wohl nicht mehr erwähnt zu werden.
Jeglicher Ernährungansatz wird hier respektiert. Im Menü gibt es vegane Optionen, glutenfreie Gerichte, Green Food Leckerein, aber auch Qualität für Fleischliebhaber. Alles kann, nichts muss!

Mit übergroßem mittäglichen Heißhunger entscheide ich mich für einen veganen Burrito, den ich mir selbst aus der riesigen und augenscheinlich super frischen Palette zusammenstelle. Nach wenigen Minuten bekomme ich meinen Burrito in einer Größe, den man locker auch zu zweit genießen kann.


Leider konnten wir noch nicht das ganze Angebot testen, was sich von Acai-Bowls über verschiedenste Salate bis hin zu beinahe gesunden Desserts erstreckt.


Die Location ist darüber hinaus ein perfekter Ort für eine ruhige Mittagspause. Ob allein mit Zeitung oder Laptop, oder auf einen Stresskiller Smoothie mit der guten Freundin: Hier sitzt man sehr stylisch inmitten von Designer-Möbeln und aufgetunten Vintage-Schätzen, die sich an die modernen Betonwände schmiegen.


Wer seine Superfoods dann doch lieber auf dem Sofa mampft, kann übrigens auch ganz bequem per Foodora bestellen.

indie Fresse Party im Subway

Wer sich bei dem lausigen Wetter draußen einen heißen Festivalsommer, Dosenbier und Lagerfeuerromantik herbeisehnt, muss sich laut Wetterfrosch wohl noch ein wenig gedulden. Abhilfe schafft hier zumindest der richtige Soundtrack. Ein bisschen MGMT, Weezer oder die Strokes und schon fühlt man sich an die geliebte Freiluftsaison erinnert. Wo man das heutzutage in Köln noch bekommt? Gut einmal im Monat im Subway, bei der legendären indie Fresse Party


Jeden ersten Samstag werden hier alte Schinken zum Schwelgen und neue Tracks zum Verlieben ausgepackt. Die Kooks, Franz Ferdinand und Biffy Clyro geben sich die Klinke in die Hand - nicht nur eingefleischte Indiefans kommen hier auf ihre Kosten. Keine nervigen Charts, kein unnötiger Schnickschnack, und was man trägt, ist sowieso herzlich egal. Wie auf dem Festival eben.



Seit das Kölner Indie-Urgestein, der Rose Club, seine Türen vor einigen Monaten zum letzten Mal öffnete, gibt es wenig Anlaufstellen mit ähnlichem musikalischen Programm. Umso besser, dass die indie Fresse Party bereits seit sieben Jahren ihre Stellung in der Kölner Clublandschaft hält und stets Originalität bewahrt hat.


Ein kühles Bier, handgemachte Gitarrenmusik, und eine wild tanzende Meute. Mehr braucht es eigentlich nicht für einen gelungenen Samstagabend. Ist der Lieblingstrack aus der Schulzeit noch nicht augetaucht, nimmt das DJ-Team gerne Wünsche entgegen (falls es euch schon in den Fingern juckt - Mr. Brightside steht sowieso auf dem Plan).


Hat man noch nicht genug von nerdigem Gitarrengeschrammel und geblümten Hemden, kann man im Subway auch die eigenen Retro-Gaming-Skills auspacken und sich an einer uralt-Konsole im Autorennen mit seinen Mitstreitern messen.


Die nächste indie Fresse Party findet am 2. Juli statt.
Wer Lust hat, kann auch mal bei Kulturika, den Veranstaltern des kultigen Events vorbeischauen: Die haben nämlich auch Electroswing, Retro Clash (80er bis 2000er Meisterwerke) und Irish Pogo im Angebot.



Auf Kölner Radwegen

Der Sommer kommt, und spätestens jetzt sollte jeder sein Fahrrad mal wieder aus dem Keller holen.

Ich selbst muss zugeben, dass ich mich mit meinem Rad noch nicht allzu weit aus dem Zetrum Kölns entfernt habe. Gestern war es deshalb endlich an der Zeit den vielen Grünflächen rund um die Domstadt einen ausgiebigen Besuch abzustatten.

Los geht es den Rhein entlang, flussaufwärts. Hat man erstmal Heumarkt und Dom hinter sich gelassen, befindet man sich auf endlosen Radwegen, die sich entlang des Flusses herabschlängeln.

Unseren ersten Halt machen wir in Rodenkirchen. Im winzigen Hafen lagert die "Alte Liebe", ein schwimmendes Restaurant und Café mit einer grandiosen Außenterrasse. Unter uns strömt das Wasser des Rheins entlang; wir haben das Gefühl, als seien wir auf hoher See.





Es geht weiter und bald radeln wir vorbei an kleinen Strandbuchten, an denen es sich schon die ersten Mutigen gemütlich gemacht haben und zumindest die Füße ins Wasser tauchen. Man gelangt schnell in ein großes Waldgebiet; auf der rechten Seite urtümliche Campingplätze und Kanusportvereine und ganz viel Natur, links stets das Wasser.


Nach ungefähr 20 Kilometern erreichen wir die kleinen Fähre, die uns von dem winzigen Ort Weiss aufs gegenüberliegende Flussufer nach Zündorf bringen soll.



Der schweigsame Kapitän des wackligen Bootes schippert in ordentlicher Geschwindigkeit über den Rhein, dessen starke Strömung dem kleinen Boot nichts auszumachen scheint.


Für zwei Euro Fahrtkosten bekommt man nicht nur eine Übersetzung aufs andere Rheinufer, sondern zusätzlich einen Wahnsinnsblick über die verwunschenen Wälder, die den Rhein entlang führen. Ein paar Spritzer Wasser ins Gesicht natürlich inklusive.



Nun geht es zurück stadteinwärts. Über Porz und Poll gelangen wird so zu den samstäglich gut gefüllten Poller Wiesen, auf denen sich bereits einige Fußballfans tummeln. Wir drosseln das Tempo um (verbotenerweise) entlang des Rheinboulevards zu fahren und schieben uns durch die Massen Sonnenhungriger im Jugendpark. Zurück auf die richtige Rheinseite gehts über die Zoobrücke, die immer einen ganz besonders tollen Blick über die Stadt bietet.


Da darf der anschließende Belohnungswein natürlich nicht fehlen...

DOK.fest München

Schon länger habe ich nichts mehr von mir hören lassen, das hatte jedoch einen guten Grund:
Viel zu tun auf der Arbeit (ja, momentan kein lockeres Studentenleben) und zudem stand der Besuch eines Filmfestivals an.


Anlässlich des DOK.fest München ging es für mich über Christi Himmelfahrt ganz weit in den Süden. Nach einer Nacht im Megabus, die wenig Schlaf, dafür stocksteifes Sitzen und verschiedenste Essensgerüche, die nicht in Fahrzeuge gehören, mit sich brachte, schnupperte ich zum ersten Mal Münch'ner Luft.

Das DOK.fest findet jedes Jahr in München statt und ist eine 1A-Möglichkeit die junge Dokumentarfilm-Szene kennenzulernen. In- und Auslandsproduktionen feiern in den zahlreichen, absolut sehenswerten Programmkinos Münchens jedes Jahr ihre Premieren. Im Anschluss an die Vorführung findet oft ein Gespräch mit Regisseuren, teilweise dem gesamten Filmteam statt, wo Fragen und produktive Kritik zu sehr interessanten Diskussionen führen.



Zwischen Besuchen von Filmpremieren und Meetings, hatte ich glücklicherweise genügend Zeit, mich zwischen Viktualienmarkt und Englischem Garten ein wenig genauer umzusehen. Mit persönlichem Guide (danke Vera!) ging es vom Marienplatz zur Universität, bis irgendwann die Touri To-Do-Liste abgehakt war. Ein kurzer Blick ins Hofbräuhaus reichte uns fürs Protokoll; wir genossen unsere Mass lieber am Chinesischen Turm und hörten der alteingesessenen Blaskapelle zu.


Hochsommerliche Temperaturen trieben uns schließlich zur Isar und sorgten für einen Hauch lang ersehnter Bräune. Trotz anfänglicher Skepsis und festsitzender Vorurteile bin ich begeistert von Bayerns Landeshauptstadt. Ein wunderschönes Stadtbild, tolle Shoppingmöglichkeiten (besonders Schwabing hat es mir angetan) und eine unglaubliche Ruhe und Gelassenheit, von der sich Köln noch eine Scheibe abeschneiden könnte.


Lediglich die Biergrößen schaffen mich jedes Mal wieder aufs Neue. Da bleibe ich doch lieber bei der Kölschen mini Version...

Wer Interesse am DOK.fest hat, hier entlang!

Mataim

Und noch ein kurzer kulinarischer Tipp für den kleinen Hunger zwischendurch:

Seit kurzem gibt es in Nippes Zuwachs auf Falafel-Ebene. Das Mataim besticht jedoch nicht durch den gewohnten Imbissbudencharakter, sondern durch ein rustikal-hippes Fabrikdesign sowie eine kleine, ausgewählte Speisekarte, die ohne die fragwürdige Mischung von Pizza, Burger und Pasta auskommt.



Angeboten werden Falafel- oder Schwawarmateller, alle mindestens vegetarisch, viele vegan. Dazu eine Auswahl an verschiedenen Snacks wie meine heißgeliebten Süßkartoffelpommes, Tabbouleh-Salat, Quinoa in unterschiedlicher Zubereitung, Babaganoush oder Halloumi-Sticks.

Alles kostet ein paar Mark mehr als beim Falafelmann von Nebenan, jedoch spürt man Frische und gute Zutaten gleich beim ersten Biss. Alles wird augenscheinlich mit viel Liebe zum Detail zubereitet und vom netten Servicepersonal mit einem Lächeln serviert.

Ein weiterer Pluspunkt: Es geht super schnell; Somit ist das Mataim auch die perfekte Anlaufstelle für die kurze Mittagspause.

Den kleinen Laden findet ihr an der Neusser Straße 339 in Nippes.

KLINCKE

Die Ostertage nähern sich dem Ende und es ist endlich wieder Zeit für ein wenig Kultur.
Heute will ich Euch deshalb ein junges Kölner Kunstkollektiv vorstellen, welches kommenden Donnerstag die erste Veranstaltung präsentiert.



KLINCKE besteht aus sieben jungen Menschen, auf verschiedenen Ebenen mit Kunst und Kultur verbunden, die alle ein Anliegen teilen: Die alt-eingessene Kunstszene ein wenig aufzumischen.

Durch Diskussionsabende, Ausstellungen oder Performances soll in verschiedenen Kölner Locations die Möglichkeit des künstlerischen Diskurses geschaffen werden, um gerade jungen Generationen eine künstlerische Plattform zu bieten.

Veranstaltung Nummer 1 findet diesen Donnerstag, den 31. März, im Kunst Zeit Raum in Nippes (Neusser Str. 321) statt.

Der Abend steht unter dem Leitthema "Urpunkt", im Fokus ein Kurzfilm von Phila Demi. Im Essayfilm VOM HEIM & VOM SEIN geht es um die Frage nach Heimat, der sich die Künstlerin in dokumentarischer Weise nähert. Die Zeichnungen der Künstlerin, beschäftigen sich ebenso mit dem Thema des Anfangs, des Ur-Punktes, dem sie sich auf eine konstruktivistische, Calder-artige Weise nähert. Den Stift setzt sie hier niemals ab, sondern setzt nur einmalig am Ur-Punkt an, bis die Zeichnung vollbracht ist.

Dazu gibt es Vibraphonklänge von Sebastian Gokus,  eine Performance von Hanna Noh, ausgesuchte Köstlichkeiten und nicht zuletzt einen interessanten Austausch über junge Kunst.
Alle Künstler sind Kölner Studierende: Gokus studiert Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Tanz; Noh und Demi studieren beide an der Kunsthochschule für Medien in Köln.



Beginn ist um 19 Uhr, weitere Informationen findet ihr bei Facebook und auf Tumblr.

485° Pizza

Nachdem ich gefühlte 485 Mal an der Pizzeria vorbeigelaufen bin und mittlerweile schon bei Instagram stetig auf die neuesten Pizzakreationen aufmerksam gemacht werde, habe ich es nun endlich geschafft 485° selbst einen Besuch abzustatten.

Seit Herbst 2014 schon kann man hier original-neapoletanische Pizza genießen, die dem Namen entsprechend nur für 60 Sekunden, dafür unter großer Hitze im Ofen gebacken wird. Diese etwas andere Pizzabude, wie die Inhaber das Lokal fast schon bescheiden bezeichnen, verzichtet zudem auf jegliche Geschmacksverstärker und legt den Fokus klar auf qualitativ-hochwertige Zutaten aus den besten Regionen.



Mittags um 1, zu einer geradezu unmenschlichen Zeit um sich den Bauch vollzuschlagen, treffen wir uns in dem kleinen Lokal an der Kyffhäuser Straße mit hippem Imbissbudencharakter. Und werden direkt vom überaus freundlichen Personal empfangen und mit Speise- sowie unfassbar großer Weinkarte ausgestattet. Aus oben genannten zeitlichen Gründen entscheiden wir uns gegen die Alkoholika (wird sicherlich nachgeholt) und für die üblichen Öko-Softdrinks.

Wir bestellen eine vegane "Green Lantern" mit Artischocken, Spinat, Avocado und einer Petersilien-Koriander-Creme sowie das kulinarische Gegenteil namens "Parma Power", welches Fleischliebhaber durch 24 Monate gereiften Parmaschinken und verschiedene Käsesorten besticht.

Nach kurzer Wartezeit, die man in dem kleinen, aber gemütlichen Raum mit Platz für ein gutes Dutzend hungrige Kunden, gut überbrücken kann, stehen unsere dampfenden Meisterwerke auf dem Tisch. 


Und auch der Geschmackstest überzeugt: Man schmeckt deutlich Frische und Qualität sowie die Tatsache, dass sich hier jemand wirklich Gedanken um Zutaten und Komposition der Pizzen gemacht hat. Gerade die vegane Variante, die es nunmal nicht in jeder Pizzabude gibt, ist einen Versuch wert. 
Bei so viel grünen Zutaten, fühlt sich die Pizza fast nicht mehr wie eine Sünde an...

Abgesehen von der Location im Kwartier Latäng findet ihr 485° übrigens auch in der Südstadt auf der Bonner Straße. 


Bunte Burger

Wenn wir schon mal bei veganem Essen sind (entschuldigt den Überschuss an Themen dieser Sorte), möchte ich euch einen der neuesten Zugänge aus dem Bereich der Burger Restaurants vorstellen.


Vielen wahrscheinlich schon durch diverse Street Food Festivals bekannt, ist Bunte Burger kein komplett unbeschriebenes Blatt auf der kulinarischen Karte Kölns. Die Food Trucks mit den gänzlich veganen Köstlichkeiten reisen bereits seit einiger Zeit durch den Kölner Raum, seit Ende 2015 haben die Gründer sich jedoch zusätzlich auf einen festen Standort, direkt an der Venloer Straße eingelassen.


An der Ecke Hospeltstraße befindet sich das helle, modern eingerichtete Lokal und bietet im Sommer auch draußen einige schöne Sitzmöglichkeiten. Im Vergleich zu anderen Burger Läden sieht es bei Bunte Burger eher klassisch aus. Alles in weiß, schicke Holzmöbel und eine offene Küche machen einen nüchternen, aber sehr eleganten Eindruck. Hier liegt der Fokus klar auf den wirklich bunten Speisen, die 1a auf den großen Tellern drapiert werden.


Wir bestellen den Desperado TexMex Burger, den American Club Style Burger und eine Portion Wedges.


Das Essen ist super schnell da und sieht toll aus. Frische Zutaten besagt ja schon die Speisekarte, zudem vorwiegend aus der Region und genau diese Frische bekommen wir auch. Dazu ist natürlich alles aus ökologischem Anbau, alles bio, keine Zusatzstoffe. Für diese Qualität zahlt man hier aber auch seinen Preis: Jeder Burger kostet knappe zehn Euro, die Beilagen sind extra zu buchen und kosten um die fünf Euro.




Schmecken tuts super, einzig die Portionengröße ist relativ überschaubar. Wer also mit großem Hunger vorbeischaut, sollte sich unbedingt eine Beilage dazubestellen.


Trotzdem das Fazit: Bunte Burger lohnt sich, denn gerade in der heutigen Discountergesellschaft, sollte für Essen durchaus ein bisschen mehr Geld eingeräumt werden.

Divine Bar

Im Agnesviertel gibt so einiges zu entdecken. In den vielen kleinen Seitenstraßen verstecken sich unheimlich viele Restaurants, Cafés, Kneipen und winzige Lädchen, die man eigentlich nur durch Zufall entdecken kann.

Etwas auffälliger sind da die Lokalitäten, die sich an der Hauptschlagader des Viertels, der Neusser Straße, aneinanderreihen. Die "divinebar" liegt an einem besonders günstigen Spot, nahe der Agneskirche, an einer belebten Kreuzung.

Da ich im Sommer schon öfter für ein Gläschen Wein vorbeigeschaut, jedoch nie so wirklich das Innere des Ladens gesehen habe, widme ich diesen Post erneut dem "Weinhandel und Weinbar" im Veedel.



Die Bar ist sehr stilvoll eingerichtet; zierlich-schlichte dunkle Möbel und nur sehr reduzierte Deko lassen eine gepflegte und trotzdem heimelige Atmospähre aufkommen. Besonders abends ist es ausgesprochen gemütlich hier. Ob für das Candle-Light-Weinchen zu zweit oder die fröhliche Frauenrunde: Die divinebar bietet sich für jeden Anlass an.


Zudem hat man einen wunderbaren Blick auf die beleuchtete Agneskirche und das nächtliche Treiben der Neusser Straße. Im Sommer dann sogar von der Straße selbst aus, wo man die Füße nach Feierabend in die Abendsonne strecken kann.


Die Weinauswahl ist einem Weinlokal standesgemäß ausgereift. Ausgesuchte Weingüter, die stetig wechseln, sowie eine gute Beratung über Herkunft und Lage gehören hier zum Prinzip, sodass jeder einen passenden Tropfen finden sollte. Unbedingt probieren sollte man jedoch auch das Nachmittagsangebot an Kuchen und frisch geröstetem Kaffee.



Fest steht: Die divinebar schafft den Spagat zwischen gemütlicher Stammkneipe und edler Bar, was gerade in Köln oft noch Seltenheitswert besitzt.